Bahncard 100 – Tag minus 2

Das hier ist mein erster Post zur BahnCard 100. Heute werde ich sie mir kaufen, weil ich sie beruflich brauche. Teuer ist sie ja schon, mit knapp 4300 Euro nicht ganz billig. Ich rechne aber kurz hoch und rein wirtschaftlich lohn sie sich dann doch. Beruflich und privat bin ich viel unterwegs. Warum dann nicht die Vorteile nutzen.

Jetzt bin ich gerade in Leipzig. Ich gehe zum Commerzbank Schalter. Es ist eine kleine Filiale hier in Leipzig. Zwei Angestellte gibt es, und beide sind beschäftigt. Ich will ledigich wissen, ob mein Kartenrahmen reicht, um mir die BC100 zu kaufen. Als ich dran bin erklärt mir der Angstellte, dass ich einfach zum Schalter gehen sollte und meine EC-Karte verwenden kann. Solange ich keine Pin eingeben muss, geht das alles klar. Aber jetzt mal ehrlich: 4300 ausgeben OHNE Pin eingeben zu müssen, das halte ich für extrem unwahrscheinlich. Aber falls ich doch eine Pin eingeben muss, dann gibt es noch ne andere Lösung. Na gut.

Ich steh jetzt in der Schlange des DB Reisezentrums. Ich unterhalte mich mit dem Mann vor mir. Er erklärt, er habe Verspätung gehabt und will jetzt sein Fahrgastrechteformular abgebe. Die Zeit vergeht schnell im Gespräch. Ich gehe an den Schalter und erkläre der älteren Dame, ich möchte eine BC100 kaufen. Die Probe BC100, werde ich gefragt. Nein, sage ich. Ich will doch das volle Programm, ein ganzes Jahr. Die nette Dame mit dem leipziger Dialekt – der klingt echt witzig – füllt alle Daten aus. Beim Bezahlen wird schnell klar, dass man natürlich die PIN eingeben muss. Und siehe da, die Karte wird nicht aktzeptiert. Ich erkläre der Dame, dass ich jetzt zur Commerzbank muss, dort das Geld abheben werde und dann in Bar bezahle.

Ich gehe zurück zum Bank-Angestellten. Dort lasse ich den Verfügungsrahmen meiner EC-Karte erhöhen. Das geht ruck-zuck und ich kann das Geld für die BC100 am Automaten abheben. Mit 4300 Euro in der Brieftasche geht diese gar nicht mehr zu. Ein abenteuerliches Gefühlt habe ich schon, als ich die 50 Meter zum Reisezentrum zurück gehe. So viel Kohle habe ich normalerweise nicht im Gepäck.

Diesmal darf ich sofort vor und die Dame füllt den Rest aus. Ab jetzt bin ich Besitzer einer Vorläufigen BC100. Gültig ist sie aber erst in ein paar Tagen. Für heute habe ich noch ein normales Ticket. Das Ticket ist der wichtigste Zettel, den ich gerade habe. In zwei Tagen, darf ich überall hinfahren und DB Lounges besuchen und in über hundert Städten den Nahverkehr kostenlos benutzen. Naja, was man eben kostenlos nennt, wenn man gerade über 4000 Euro augegeben hat. Ich bekomme noch fünf Euro zurück und bin ich alle Scheine wieder los.

Just in diesem Moment kommt mir der Gedanke, ich könnte meine Erfahrungen mit der BC100 aufschreiben und mit euch teilen. Also sitze ich gerade an meinem Laptop und schreibe diese Zeilen. Ich bin gespannt, was die nächsten 366 (plus zwei) Tage so passierten wird. Und ja, ich habe einen Tag mehr mit meiner BC 100, wiel nächstes Jahr ein Schaltjahr ist.

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